Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule und Behandlungsmöglichkeiten
Autor: Op. Dr. M. Levent Deniz, Facharzt für NeurochirurgieZuletzt aktualisiert:
Ein lumbaler Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung, bei der ausgetretenes Bandscheibengewebe zwischen den Wirbeln die Nervenwurzeln beeinträchtigt und Schmerzen, Taubheit sowie Kraftverlust im unteren Rücken und im Bein verursacht. Die große Mehrheit der Patienten ohne schwere oder fortschreitende neurologische Ausfälle erholt sich mit einer nicht operativen Behandlung des lumbalen Bandscheibenvorfalls. Eine Operation kommt bei Schmerzen infrage, die trotz angemessener Behandlung anhalten, oder bei neurologischen Ausfällen wie Kraftverlust und Störungen der Blasen- oder Darmkontrolle. Eine erfolgreiche Behandlung des lumbalen Bandscheibenvorfalls erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der sämtliche wissenschaftlich begründeten operativen und nicht operativen Verfahren gemeinsam berücksichtigt und den klinischen Zustand, den neurologischen Untersuchungsbefund, die radiologischen Befunde, das Alter und den Beruf des Patienten in die Entscheidung einbezieht.

Was ist ein lumbaler Bandscheibenvorfall?
Ein lumbaler Bandscheibenvorfall entsteht, wenn Gewebe einer Bandscheibe zwischen den Lendenwirbeln in Richtung Wirbelkanal austritt und auf Nerven drückt. Die Lendenwirbelsäule besteht aus fünf Wirbelknochen und den dazwischenliegenden knorpeligen Bandscheiben. Diese wirken wie Stoßdämpfer und geben der Wirbelsäule Flexibilität, Beweglichkeit und Widerstandsfähigkeit gegen äußere Stöße. Wenn die anatomische Unversehrtheit einer Bandscheibe gestört ist und ihr Gewebe über seine natürlichen Grenzen hinaustritt, spricht man von einem lumbalen Bandscheibenvorfall. Das ausgetretene Gewebe verengt den Wirbelkanal, komprimiert die zu den Beinen ziehenden Nervenwurzeln und verursacht dort eine Entzündung (Ödem). Dies äußert sich durch Schmerzen im unteren Rücken mit Ausstrahlung ins Bein. Am häufigsten betroffen sind die Bandscheiben ober- und unterhalb des fünften Lendenwirbels (L4–L5 und L5–S1).
Wie entsteht ein lumbaler Bandscheibenvorfall?
Die häufigste Ursache ist ein altersbedingter Wasserverlust der Bandscheiben (Degeneration).
- Übergewicht,
- Unkontrolliertes Heben schwerer Lasten,
- Längere Bewegungsarmut,
- Rauchen (beeinträchtigt die Versorgung der Bandscheibe),
- Plötzliche und ungünstige Bewegungen,
- Familiäre (genetische) Veranlagung.
Welche Symptome verursacht ein lumbaler Bandscheibenvorfall?
Das typischste Symptom sind Schmerzen im unteren Rücken mit Ausstrahlung ins Bein.
- Stechende Schmerzen, die im unteren Rücken beginnen und ins Bein ausstrahlen,
- Taubheit und Kribbeln in Bein und Fuß,
- Schwierigkeiten, längere Zeit zu stehen oder zu gehen. In fortgeschrittenen Fällen können neurologische Zeichen auftreten, die unverzüglich abgeklärt werden müssen: Schwäche der Beinmuskulatur, Fußheberlähmung (Hängenbleiben des Fußes beim Gehen) sowie Störungen der Blasen- und Darmkontrolle.
Welche Symptome erfordern eine dringende Abklärung?
Bei einem der folgenden Symptome sollten Sie ohne Verzögerung einen Facharzt für Neurochirurgie oder eine Notaufnahme aufsuchen:
- Neu auftretende oder rasch zunehmende Beinschwäche,
- Deutliche Fußheberlähmung (Unfähigkeit, den Fuß anzuheben),
- Unfähigkeit zum Wasserlassen oder neu aufgetretene Harninkontinenz,
- Neu aufgetretene Störung der Darmkontrolle,
- Taubheit um den After und im Sitzbereich (Reithosenanästhesie).
Diese Befunde weisen auf eine schwere Kompression der Nervenwurzeln hin (Cauda-equina-Syndrom oder fortschreitender motorischer Ausfall). Eine frühzeitige chirurgische Beurteilung ist hier wichtig, um das Risiko bleibender Schäden zu verringern.
Wie wird ein lumbaler Bandscheibenvorfall diagnostiziert?
Ein lumbaler Bandscheibenvorfall wird anhand der Beschwerden und einer neurologischen Untersuchung erkannt; die endgültige Diagnose wird mit einer MRT gestellt. Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, die Beschwerden des Patienten anzuhören und eine ausführliche neurologische Untersuchung durchzuführen. Dabei werden Muskelkraft, Reflexe und Sensibilitätsausfälle überprüft. Wenn Bildgebung erforderlich ist, ist eine hochauflösende MRT (Magnetresonanztomografie) das bevorzugte Verfahren; sie verdeutlicht Lage und Größe des Vorfalls sowie das Ausmaß des Drucks auf den Nerv [7]. Bei Bedarf kann zur Untersuchung der Knochenstruktur eine Computertomografie (CT) veranlasst werden. Eine EMG (Elektromyografie) ist nicht bei jedem Patienten erforderlich, sondern wird bei unklarer Diagnose eingesetzt.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Bei den meisten Patienten heilt ein lumbaler Bandscheibenvorfall ohne Operation aus; nur eine Minderheit benötigt einen chirurgischen Eingriff. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die Wahl der individuell passenden Strategie. Ein heute häufig begangener Fehler ist es, den Patienten nur aus dem Blickwinkel eines einzigen Fachgebiets zu beurteilen und so die Behandlung festzulegen. Eine einseitige Sicht schränkt die modernen Behandlungsmöglichkeiten für den Patienten ein und kann ihn dadurch benachteiligen.
Unnötige Operationen: Ein Patient, der durch nicht operative Verfahren (konservative Behandlungen und algologische Eingriffe) genesen könnte, kann ohne ganzheitliche Beurteilung unnötigerweise operiert werden.
Kritischer Zeitverlust: Andererseits können manche Patienten, bei denen bereits neurologische Ausfälle bestehen und eine chirurgische Beurteilung nötig ist, durch nicht operative Methoden Zeit verlieren. Diese Verzögerung kann später zu bleibenden Nervenschäden wie Kraftverlust im Bein (Fußheberlähmung) führen.
Die Behandlung umfasst drei Stufen: erstens konservative Verfahren, zweitens interventionelle Schmerztherapie und drittens Operation. Einzelheiten finden Sie unter nicht operative Behandlung des lumbalen Bandscheibenvorfalls.
Erste Stufe: Konservative Behandlungen
Konservative Verfahren als erster Schritt der nicht operativen Behandlung kommen bei Patienten infrage, die keine Befunde mit dringendem chirurgischem Abklärungsbedarf aufweisen (fortschreitender Kraftverlust, Störung der Blasen- oder Darmkontrolle usw.). Zu diesen Erstlinienansätzen gehören:
- Medikamentöse Behandlung: Planung von Medikamenten zur Verringerung des lokalen Ödems und der durch Nervendruck verursachten Schmerzen.
- Anpassung der Aktivität: Empfohlen wird, alltägliche Aktivitäten fortzusetzen und schmerzverstärkende Bewegungen zu vermeiden [8]. Außer einer kurzen Ruhephase wird keine Bettruhe empfohlen.
- Physiotherapie und Rehabilitation: Leitliniengestützte Übungsprogramme, die durch Stärkung der wirbelsäulennahen Muskulatur die Belastung der Bandscheibe verringern sollen [8]. Ein erheblicher Teil der Patienten mit leichten bis mittelschweren Beschwerden erholt sich durch eine richtig geplante, ganzheitliche konservative Behandlung.
Zweite Stufe: Interventionelle Schmerztherapie (algologische Eingriffe)
Wenn konservative Methoden allein nicht ausreichen oder unterstützt werden sollen, kommen algologische Eingriffe zum Einsatz. Es handelt sich um wissenschaftlich begründete Verfahren, die ambulant ohne stationären Aufenthalt erfolgen, ein geringeres Komplikationsrisiko als eine Operation aufweisen und bei sorgfältig ausgewählten Patienten wirksam sein können. In unserer klinischen Praxis sind die transforaminale epidurale Injektion und die Nukleoplastie die häufigsten interventionellen Verfahren zur nicht operativen Behandlung des lumbalen Bandscheibenvorfalls.
Gezielte Injektionstherapie (transforaminale epidurale Injektion): Unter Bildkontrolle werden Medikamente unmittelbar um die komprimierte Nervenwurzel eingebracht, um die Entzündung und die von der Nervenwurzel ausgehenden (radikulären) Schmerzen zu verringern. Ziel ist es, Schmerzen und Ödeme zu kontrollieren und dem Patienten zu helfen, den natürlichen Heilungsprozess ohne Operation zu durchlaufen. Eine klinische Studie mit 1.632 Patienten mit lumbalem Bandscheibenvorfall, bei denen Medikamente nicht geholfen hatten oder die nicht für eine Operation geeignet waren, berichtete eine deutliche Verringerung der ins Bein ausstrahlenden Schmerzen nach 12 Wochen. Op. Dr. M. Levent Deniz führte sämtliche Injektionen durch und war Mitautor der Studie [9].
Nukleoplastie: Ein plasma- oder laserbasiertes interventionelles Schmerzverfahren, das bei ausgewählten Patienten den Druck innerhalb der Bandscheibe senken und dadurch den Druck des vorgefallenen Bandscheibengewebes auf den Nerv mindern soll. Eine in der Türkei an ausgewählten Patienten mit Bandscheibenvorfall durchgeführte Studie berichtete, dass nach etwa einem Jahr Nachbeobachtung 88 % mit der Behandlung zufrieden waren [1].
Operation bei lumbalem Bandscheibenvorfall
Obwohl sich die große Mehrheit der Patienten ohne Operation bessert, kommt eine Operation in zwei Situationen infrage [7]:
-
Therapieresistente Vorfälle: Trotz ausreichend lange durchgeführter nicht operativer Behandlung (Medikamente, Physiotherapie und bei Bedarf interventionelle Schmerztherapie) bestehen bei bildgebend bestätigter Nervenwurzelkompression Beinschmerzen und Kraftverlust fort.
-
Dringend abklärungsbedürftige Situationen: Fortschreitender Kraftverlust im Bein (Fußheberlähmung) oder Störungen der Blasen- und Darmkontrolle (Cauda-equina-Syndrom).
Eingesetzte Verfahren:
Lumbale Mikrodiskektomie: Die heute am häufigsten eingesetzte mikrochirurgische Standardoperation. Eine Langzeitstudie zeigte, dass die Verbesserungen von Schmerzen und Alltagsfunktionen nach der Operation über 8 Jahre erhalten blieben [2].
Vollendoskopische Operation des lumbalen Bandscheibenvorfalls: Eine geschlossene (endoskopische) Option für ausgewählte Patienten, die entsprechend Lage und Beschaffenheit des Vorfalls geprüft wird. Bei einer Nachbeobachtung von mehr als 5 Jahren waren laut Bericht 88–100 % der Patienten mit der Operation zufrieden [3].
Ist eine Operation wirklich notwendig?
Bei den meisten Patienten nicht. Die große Mehrheit der Patienten ohne schwere oder fortschreitende neurologische Ausfälle bessert sich durch nicht operative Verfahren. Operiert werden Patienten, deren Schmerzen trotz angemessener Behandlung anhalten oder die neurologische Ausfälle entwickeln.
🩺 Ärztliche Einblicke & klinische Erfahrung
„Als Wirbelsäulenchirurg, der sowohl Operationen als auch interventionelle Schmerzbehandlungen durchführt, habe ich Tausende Patienten mit lumbalem Bandscheibenvorfall behandelt. Die deutlichste Erkenntnis aus meiner klinischen Praxis und meiner Erfahrung im Operationssaal lautet: Eine erfolgreiche Behandlung setzt voraus, dass wir dem Patienten sowohl operative als auch nicht operative Möglichkeiten unvoreingenommen anbieten. Ich entscheide nicht allein anhand des MRT-Bildes: Bei einem Patienten ohne neurologische Ausfälle kann ich für einen im MRT groß erscheinenden Vorfall eine nicht operative Behandlung empfehlen, bei einem Patienten mit fortschreitendem Kraftverlust hingegen auch bei einem kleinen Vorfall eine Operation. Die goldene Regel in der Behandlung des Bandscheibenvorfalls lautet: der richtige Patient, der richtige Zeitpunkt und die richtige Behandlung.“
Häufig gestellte Fragen
Ist jeder Rückenschmerz ein Bandscheibenvorfall?
Nein, nicht jeder Rückenschmerz ist ein Bandscheibenvorfall. Ein sehr großer Teil der Schmerzen im unteren Rücken entsteht durch Muskelzerrungen, Bandverletzungen, Arthrose der Facettengelenke oder mechanische Belastung. Ein Bandscheibenvorfall ist unter diesen Ursachen eine spezifischere, durch Nervenwurzelkompression gekennzeichnete Erkrankung.
Kann ein lumbaler Bandscheibenvorfall von selbst verschwinden?
Ja, etwa zwei Drittel der ohne Operation beobachteten Vorfälle werden im Laufe der Zeit im MRT kleiner (spontane Resorption) [4, 5]. Diese Verkleinerung bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Beschwerden im gleichen Ausmaß und mit gleicher Geschwindigkeit verschwinden. Die Behandlungsentscheidung richtet sich nach dem klinischen Bild.
Ist ein lumbaler Bandscheibenvorfall erblich?
Nein, es handelt sich nicht um eine Erbkrankheit; eine familiäre Veranlagung ist jedoch ein wichtiger Faktor. Personen, in deren Familie bereits in jungen Jahren Bandscheibenvorfälle auftraten, haben ein höheres Risiko. Zusammen mit Alter, Körpergewicht, schwerem Heben, Rauchen und anderen Umweltfaktoren erhöht diese Veranlagung das Risiko eines Bandscheibenvorfalls.
Sind ins Bein ausstrahlende Schmerzen ein Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls?
Ja, ins Bein ausstrahlender Schmerz ist das typischste Symptom. Drückt die vorgefallene Bandscheibe auf die zum Bein verlaufenden Nervenwurzeln, werden die Schmerzen eher in Gesäß und Bein als im unteren Rücken wahrgenommen. Taubheit oder Kribbeln können hinzukommen; ob ein Kraftverlust vorliegt, wird neurologisch untersucht.
Was bedeutet ein „geplatzter“ Bandscheibenvorfall?
Bei einem „geplatzten“ Bandscheibenvorfall (extrudierte Bandscheibe) reißt die feste äußere Schicht der Bandscheibe, und das gallertartige Gewebe im Inneren tritt in den Wirbelkanal aus. Das ausgetretene Gewebe komprimiert die Nervenwurzel und verursacht meist plötzlich einsetzende starke Schmerzen mit Ausstrahlung ins Bein.
Muss jeder „geplatzte“ Bandscheibenvorfall sofort operiert werden?
Nein, nicht jeder „geplatzte“ Bandscheibenvorfall erfordert eine Notoperation. Extrudierte und sequestrierte Vorfälle sind die Formen mit der höchsten Wahrscheinlichkeit einer spontanen Verkleinerung [5, 6]. Ob eine dringende Operation erforderlich ist, wird nicht allein anhand des MRT-Befunds, sondern anhand des neurologischen Zustands entschieden. Ohne fortschreitenden Kraftverlust oder Cauda-equina-Zeichen kann der Bandscheibenvorfall mit epiduraler Injektion und Anpassung der Aktivitäten ohne Operation behandelt werden.
Wird Ozon bei lumbalem Bandscheibenvorfall eingesetzt?
Ja, jedoch ist nur die Anwendung innerhalb der Bandscheibe (intradiskales Ozon) unmittelbar auf den Vorfall gerichtet. Das in die Bandscheibe injizierte Sauerstoff-Ozon-Gemisch soll den Druck innerhalb der Bandscheibe senken (Ozonnukleolyse); die Evidenz ist begrenzt. Für intravenöse Ozontherapie (Blut-Ozontherapie) und intramuskuläre Anwendungen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass sie den mechanischen Druck des Vorfalls beseitigen. Sie können unterstützend bei begleitenden Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt werden.
Ist ein lumbaler Bandscheibenvorfall gefährlich, kann er eine Lähmung verursachen?
Nein, bei den meisten Patienten führt ein Bandscheibenvorfall nicht zur Lähmung und ist keine lebensbedrohliche Erkrankung. Unbehandelte Vorfälle mit anhaltendem Nervendruck können jedoch bleibenden Muskelschwund (Atrophie) im Bein, Fußheberlähmung und chronische neuropathische Schmerzen verursachen; schwere, fortschreitende Nervenkompression hinterlässt selten dauerhafte Nervenschäden. Bei Notfallzeichen wie Störungen der Blasen- oder Darmkontrolle oder rasch zunehmender Beinschwäche sollte daher unverzüglich Hilfe aufgesucht werden.
Hilft Schwimmen bei einem Bandscheibenvorfall?
Ja, den meisten Patienten hilft es. Der Auftrieb des Wassers reduziert die Belastung der Wirbelsäule, sodass Schwimmen eine Übung ist, die Patienten mit Bandscheibenvorfall problemlos ausführen können; regelmäßige Bewegung wird auch in Leitlinien empfohlen [8]. Geeignet ist ein angenehmes Tempo ohne Überlastung von Lendenwirbelsäule und Nacken. Beginnen sollte man nach Abklingen der Schmerzen, nicht in der stark schmerzhaften Phase.
Kann ein behandelter Bandscheibenvorfall wiederkehren, und warum?
Ja, ein Rezidiv ist möglich. Aufgrund der Schwäche des Bandscheibengewebes und übermäßiger Belastung kann der Vorfall nach der Behandlung erneut auftreten. Um das Risiko zu senken, sollte man sich von der „Lebensweise, die den Vorfall begünstigt hat“, lösen.
Worauf sollten Menschen mit einem Bandscheibenvorfall achten, und welche Übungen sollten sie machen?
Regelmäßige Rücken- und Bauchübungen, Rauchstopp (Rauchen beeinträchtigt die Versorgung der Bandscheibe), Gewichtsabnahme und das Vermeiden langen Sitzens in derselben Position sind wichtig. Gegenstände sollten mit gebeugten Knien statt durch Beugen des Rückens angehoben werden.
Helfen blutiges Schröpfen und Blutegel bei einem Bandscheibenvorfall?
Nein, es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass solche Anwendungen einen Bandscheibenvorfall heilen oder den physischen Druck auf die Nervenwurzel beseitigen. Bei dieser mechanischen Nervenkompression kann der dadurch verursachte Zeitverlust die notwendige Behandlung verzögern; zudem haben diese Anwendungen eigene Infektionsrisiken.
Welchen Arzt sollte ich bei einem lumbalen Bandscheibenvorfall aufsuchen?
Fachärzte für Neurochirurgie, Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie Algologie (interventionelle Schmerztherapie) beurteilen und behandeln einen lumbalen Bandscheibenvorfall.
Was kostet die Behandlung eines lumbalen Bandscheibenvorfalls?
Die Kosten variieren je nach Patient und Krankenhausbedingungen. Ein genauer Preis kann deshalb erst nach Untersuchung und Beurteilung der Bildgebung festgelegt werden.
Welcher Facharzt behandelt lumbale Bandscheibenvorfälle in Istanbul?
Zu den Ärzten, die diese Behandlung in Istanbul durchführen, gehört Op. Dr. M. Levent Deniz, Facharzt für Neurochirurgie.
Literatur / References
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- Guclu B, Deniz L, Yuce Y, et al. Transforaminal Epidural Steroid Injection in the Treatment of Pain in Foraminal and Paramedian Lumbar Disc Herniations. Turk Neurosurg. 2020;30(3):394-399. PMID: 32020569. PubMed
- 👨⚕️ Autor und medizinischer Prüfer dieses Inhalts: Op. Dr. M. Levent Deniz – Facharzt für Neurochirurgie
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